ProGua – Unsere Kaffeebauern

Manos Campesinas, ADIBA, ADENISA

Manos Campesinas (www.manoscampesinas.org) wurde im Jahr 1997 von verschiedenen kleinbäuerlichen Kaffeegenossenschaften zur verbesserten Vermarktung ihrer Kaffees in Quetzaltenango, Guatemala, gegründet. Zuvor hatten bereits die Pastoral Social der Diözesen San Marcos, Huehuetenango und Quetzaltenango die kleinbäuerlichen Genossenschaften beim Verkauf ihrer Kaffees unterstützt und die Gründung von Manos Campesinas initiiert.

Wir von ProGua arbeiten seit unserer Gründung im Jahr 2000 unverändert und ausschließlich mit Manos Campesinas zusammen. Erste Kontakte hatte unser Mitgründer Prof. Dr. Rolf Nagel bereits im Jahr 1996 mit den handelnden Personen der Pastoral Social von Quetzaltenango, die die Gründung von Manos Campesinas schließlich im Jahr 1997 initiierten.

Manos Campesinas ist eine Genossenschaft der zweiten Ebene, die für die 13 sie tragenden Erzeugergenossenschaften die Vermarktung ihrer Kaffees und den weltweiten Export in die USA, nach Neuseeland und Europa organisiert. Das Exportvolumen betrug im Jahr 2020 zirka 920.000 kg. Die Genossenschaft Manos Campesinas, die eine tragende Rolle in den Siegelorganisationen Fairtrade International und SPP übernimmt, verbessert insofern durch die Vermarktung und den Export die Lebenssituation von zirka 1.400 Familien, bzw. 8.400 Menschen in den guatemaltekischen Departamentos Quetzaltenango, San Marcos und Sololá.

Zu den Mitgliedern von Manos Campesinas gehören auch die beiden Erzeugergenossenschaften ADIBA in San Marcos und ADENISA in San Pedro am Lago Atitlan, mit denen ProGua ebenfalls seit der Gründung eng zusammenarbeitet.

Bei unseren regelmäßigen Besuchen in Guatemala tauschen wir uns immer intensiv mit unseren Partnern Carlos Reynoso (Geschäftsführer von Manos Campesinas), Miguel Mateo (zuständig für die Internationale Vermarktung bei Manos Campesinas) und mit allen Mitarbeiter*innen von Manos Campesinas über die jeweilige wirtschaftliche und soziale Lage sowie über die ergriffenen und erfolgreichen Maßnahmen zur permanenten Qualitätssteigerung der Kaffees der kleinbäuerlichen Familien aus. Ebenso besuchen wir stets die Erzeugergenossenschaften ADENISA in San Pedro am Fuße des Vulkans San Pedro, direkt am malerischen Atitlan-See, sowie ADIBA an den Hängen des Vulkans Tajumulco im Departamento San Marcos.

Die Familien der Erzeugergenossenschaften ADENISA und ADIBA kennen wir ebenfalls bereits seit unseren ersten Besuchen im Jahr 1996. Ihre wunderbaren Kaffees kaufen wir seit unserem ersten Import im Jahr 2001.

Zuletzt waren wir erneut im Februar 2020 vor Ort in Guatemala und haben uns mit allen Partnern intensiv und freundschaftlich ausgetauscht. Hierbei wurden wir von einem Filmteam begleitet. Der Film wird sobald die epidemiologische Situation dies zulassen wird in einer Premierefeier veröffentlicht werden.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir in den Jahren unserer beidseitig verlässlichen und freundschaftlichen Zusammenarbeit sehr viel erreicht. Beispielhaft genannt werden sollen die Highlights unserer gemeinsamen Erfolge:

  • Umstellung auf organischen Anbau und Bio-Zertifizierung der Genossenschaften ADIBA und ADENISA,
  • Errichtung eines Schulgebäudes auf dem Gelände von ADIBA,
  • Bekämpfung von Pflanzenschädlingen,
  • Stärkung der Organisationsbildung,
  • freundschaftlich verbundener direkter Handel / Direct Trade zwischen ProGua in Deutschland und unseren Partner ADIBA, ADENISA, Manos Campesinas in Guatemala ohne jeglichen Zwischenhandel.

Wichtigstes Projekt war jedoch über all die Jahre unserer Zusammenarbeit, die 84 Familien von ADIBA am Fuße des Vulkans Tajumulco in ihrem Kampf für das Eigentum an dem von ihnen bewirtschafteten Land zu unterstützen. Am Samstag, 15. Februar 2020 war es während unseres Besuchs schließlich soweit. In unserer Besprechung mit den Familien von ADIBA schilderten uns die Familien, dass die Übertragung des Eigentums an dem Land bevorstünde. Es fehlten lediglich noch zirka Euro 18.750. Spontan sagte die Delegation von ProGua zu, das fehlende Kapital durch einen verlorenen Zuschuss von Euro 10.000 und ein unverzinsliches Darlehen von Euro 8.750 zur Verfügung zu stellen. Die Konstruktion eines Kredites erscheint uns wichtig, um den Menschen ihre Würde und die Bindung zu dem Land, dass sie dann durch ihre eigene Arbeit, Mühen und Erfolge erwerben werden, zu geben.